Wie aus offiziellen Mitteilungen hervorgeht, hat der preußische Staat die Verhandlungen über eine umfangreiche Auslandanleihe erfolgreich abgeschlossen.[1] Demnach begibt Preußen bei einem amerikanischen Bankkonsortium eine langfristige Schuldverschreibung im Gesamtbetrage von 20 Millionen Dollar.[1] Bemerkenswert an dieser Finanztransaktion ist die Einbindung europäischer Bankiers. Dem Konsortium gehört, laut dem Westfälischen Merkur, auch das bekannte Amsterdamer Haus Mendelssohn & Co. an.[1]

Die genauen Bedingungen der Anleihe orientieren sich eng an den derzeitigen Gepflogenheiten des internationalen Kapitalmarktes. Die staatlichen Papiere werden mit 6,5 Prozent verzinst und sind auf eine vergleichsweise lange Laufzeit von 25 Jahren ausgelegt.[1] Der Ausgabekurs für das Publikum wurde auf 95 Prozent festgesetzt.[1] Die öffentliche Zeichnung soll bereits in den nächsten Tagen in den Vereinigten Staaten von Amerika eröffnet werden. Ein entsprechender Teilbetrag gelangt parallel in Holland zur Auflegung.[1]

In Wirtschaftskreisen findet der konkrete Verwendungszweck dieser neuen Finanzmittel aus Übersee besondere Beachtung. Der Erlös der Anleihe wird nach Regierungsangaben ausschließlich für die Ausgestaltung des staatlichen Besitzes an Häfen und Elektrizitätswerken verwendet werden.[1] Damit richtet der Staat die aufgenommenen Fremdgelder auf die Modernisierung seiner infrastrukturellen Sachwerte aus.