Wie die Washington Post meldet, spitzt sich die innenpolitische Lage in Florida derart zu, dass die Verhängung des Kriegsrechts in Teilen des Bundesstaates unmittelbar bevorsteht.[1] Gouverneur John W. Martin sah sich angesichts einer anhaltenden Welle der Gewalt gezwungen, ein strenges Ultimatum an die lokalen Sicherheitsbehörden des Putnam-Bezirks zu richten.[1]
Nach einer Krisenbesprechung in der Hauptstadt Tallahassee, an der Sheriff R. J. Hancock sowie Bürgermeister A. S. Waynmer aus Palatka teilnahmen, erklärte der Gouverneur unmissverständlich, dass die örtliche Polizei der gegenwärtigen Pöbelherrschaft unverzüglich ein Ende bereiten müsse.[1] Die Zivilverwaltung steht damit vor einer schweren Prüfung. Sollte Sheriff Hancock nicht in der Lage sein, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen, werde man ihn seines Amtes entheben und durch einen fähigeren Beamten ersetzen.[1] Falls auch sein Nachfolger der anarchischen Situation nicht Herr werden sollte, kündigte Martin als letztes Mittel die offizielle Ausrufung des Kriegsrechts an.[1]
Den detaillierten Angaben der Washington Post zufolge ist diese drastische Maßnahme der Regierung die direkte Konsequenz einer beispiellosen Serie von Gewalttaten, die den Bezirk seit geraumer Zeit erschüttern.[1] Der Administration wurden 63 Fälle von brutalen Auspeitschungen gemeldet, was das Ausmaß der bandenmäßigen Übergriffe verdeutlicht.[1] Die Zusammenkunft diente dem Zweck, der grassierenden Gesetzlosigkeit entgegenzutreten.[1] Die kommenden Tage werden entscheiden, ob die regulären Polizeikräfte ausreichen, um die Autorität des Staates zu wahren, oder ob das Militär die exekutive Kontrolle in dem betroffenen Gebiet übernehmen muss.[1]