Auf dem derzeit in Salzburg tagenden Anthropologenkongress hat eine These zur Abstammungslehre für erhebliche Diskussionen gesorgt.[1] Wie die Washington Post in Berufung auf Agenturmeldungen berichtet, vertritt Professor Max Westenhofer eine bemerkenswerte Umkehrung der gängigen Evolutionstheorie.[1] Der Kustos des pathologischen Museums der Berliner Universität erklärte vor den versammelten Gelehrten, dass der Affe vom Menschen abstamme und keineswegs der Mensch vom Affen.[1]

Westenhofer stützt seine Argumentation dem Bericht zufolge auf spezifische vergleichende anatomische Beobachtungen.[1] So weist er darauf hin, dass die Jungtiere der Schimpansen in ihrem körperlichen Aufbau dem Menschen weitaus ähnlicher seien als die ausgewachsenen Exemplare ihrer eigenen Art.[1] Ferner zieht der Berliner Wissenschaftler anatomische Befunde der menschlichen inneren Organe heran.[1] Diese liefern seiner Auffassung nach gewichtige Hinweise darauf, dass die Vorfahren des Menschen für eine bestimmte Epoche im Wasser gelebt haben müssen.[1]

Laut der amerikanischen Auslandspresse finden sich diese eigentümlichen anatomischen Merkmale jedoch nicht bei den Affen.[1] Für Professor Westenhofer lässt sich daraus ableiten, dass die Entwicklungslinie der Affen eine spätere Abzweigung darstellt.[1] Der Mensch sei folglich die erdgeschichtlich ältere Form der Säugetiere.[1] Der Kongress in Salzburg bietet den Anthropologen nun die Gelegenheit, diese unkonventionelle Hypothese eingehend zu prüfen. Ein allgemeiner Konsens über das Alter der menschlichen Spezies besteht in der Fachwelt jedoch noch nicht.[1]