Auf der Zeche „Fröhliche Morgensonne“ im Bezirk Wattenscheid-Westenfeld hat sich am Montagabend ein schweres Grubenunglück ereignet.[1][2] Unter Tage wurden vier Bergleute während ihrer Schicht von plötzlich hereinbrechenden Gesteins- und Kohlenmassen überrascht. Ein massiver Einbruch verschüttete die Männer in der Tiefe vollständig.[1][2]

Unmittelbar nach dem Einsturz begannen die Rettungsarbeiten, um rasch zu den Eingeschlossenen vorzudringen.[1] Die Bilanz der Bergung ist trotz der zügigen Maßnahmen der Grubenwehr tragisch. Über den genauen Ausgang liegen jedoch abweichende Meldungen vor. Nach Angaben der Badischen Presse konnten die Suchtrupps zunächst nur zwei der vier Verunglückten aus den Trümmern befreien.[1] Einer der Männer konnte nur noch tot geborgen werden, während der zweite Arbeiter mit schweren Verletzungen in das Bergmannsheim nach Bochum eingeliefert wurde.[1] Die Helfer vor Ort schätzten die Wahrscheinlichkeit, die beiden noch vermissten Kumpel lebend ans Tageslicht zu bringen, als äußerst gering ein.[1]

Dem Westfälischen Merkur zufolge stellt sich das abschließende Ergebnis der Bergungsaktion jedoch so dar, dass exakt zwei der verschütteten Bergleute lebend gerettet wurden.[2] Für diese beiden Überlebenden bestehe keine unmittelbare Lebensgefahr mehr.[2] Die anderen beiden Arbeiter wurden von den hereinbrechenden Massen erdrückt und fanden den Tod.[2]

Ungeachtet der genauen Abfolge der Ereignisse zeigt der Vorfall auf der Schachtanlage erneut die Risiken der industriellen Kohleförderung im Ruhrgebiet. Die zuständigen Bergbehörden stehen nun vor der Aufgabe, die Ursachen des plötzlichen Stollenbruchs zu ermitteln. Ob unzureichende Abstützungen oder geologische Verschiebungen den Einbruch verursachten, muss die anstehende behördliche Untersuchung klären.