Nachrichten über eine bevorstehende Rückkehr Argentiniens in die Genfer Liga haben in diplomatischen Kreisen weitreichende Beachtung gefunden.[1] Dem Hamburger Echo zufolge hat der auswärtige Ausschuss des argentinischen Parlaments in Buenos Aires einen Bericht angenommen, der die weitere Mitarbeit des südamerikanischen Staates am Völkerbund nachdrücklich empfiehlt.[1] Aus diesem Beschluss geht hervor, dass voraussichtlich bereits an der nächsten Völkerbundversammlung wieder eine offizielle argentinische Delegation teilnehmen wird.[1]

In den betroffenen Völkerbundkreisen hat die Ankündigung einen günstigen Eindruck hinterlassen.[1] Wie der Reutersche Korrespondent aus Genf meldet, wird der Schritt der argentinischen Regierung als unmittelbares Ergebnis der unlängst erfolgten Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund bewertet.[1] Die diplomatischen Vertreter in Genf nehmen an, dass die moralische Wirkung der argentinischen Entscheidung auch für Spanien von bedeutender Tragweite sein dürfte.[1] Bekanntlich hatte Spanien zuletzt eine distanzierte Haltung eingenommen — was in Genf nicht ohne Sorge registriert worden war. Nun hofft man, dass das Beispiel aus Buenos Aires eine stabilisierende Wirkung entfalten wird.[1] Die Entscheidung des südamerikanischen Parlamentsausschusses unterstreicht, dass die Aufnahme der deutschen Republik das internationale Vertrauen in die diplomatischen Bemühungen gestärkt hat.[1]