In der Deputiertenkammer des mexikanischen Bundesstaates Nuevo León ist es zu einem beispiellosen Gewaltausbruch gekommen, der mehrere Todesopfer forderte. Wie die spanische Zeitung El Sol berichtet, geriet eine reguläre Sitzung des regionalen Parlaments in Monterrey am Freitagabend außer Kontrolle, als im Plenarsaal plötzlich Schüsse fielen.[1] Der Vorfall löste in der gesamten Stadt erhebliche politische Erregung aus.[1]
Neue Details zum Tathergang liefert derweil das schwedische Hufvudstadsbladet. Demnach nahm das Blutbad seinen Anfang auf der Zuschauertribüne.[2] Mitten in einer hitzigen Debatte zog ein Zuhörer unerwartet einen Revolver und eröffnete das Feuer auf die ahnungslosen Abgeordneten.[2] Daraufhin kam es zu einem regelrechten Schusswechsel im Parlamentsgebäude — ein Ereignis, das die ohnehin angespannte Lage in der Region weiter verschärfte.[1][2] Bei der Schießerei kamen drei Personen ums Leben, darunter nach schwedischen Angaben auch ein Parlamentsbeamter.[2]
Die genauen Motive des bewaffneten Übergriffs bleiben vorerst im Dunkeln. Die Tat ist ein Ausdruck der starken politischen Anspannung, wie sie gegenwärtig in dem nordmexikanischen Staat herrscht.[2] Die lokalen Behörden haben umgehend auf die Lage reagiert und Maßnahmen ergriffen, um weitere Unruhen zu verhindern. Sowohl El Sol als auch das Hufvudstadsbladet melden übereinstimmend, dass reguläre Truppen in der Stadt zusammengezogen wurden.[1][2] Das Militär hat die Bewachung des Gouverneurspalastes übernommen und sichert das Regierungsgebäude mit strengen Posten gegen mögliche weitere Angriffe.[1][2]